Projekte

Einblicke in ausgewählte Projekte

Von der Erhaltung und Neuschaffung von Fledermausquartieren bis zur Pflege wertvoller Schutzgebiete: Die folgenden Beispiele geben einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsbereiche des Büros für Faunistik und Landschaftsökologie.

Fledermausschutz an Schulen im Landkreis Bergstraße

Im Rahmen von Sanierungs- und Neubauvorhaben wurden in den Jahren 2009 bis 2010 an über 70 Schulen im Landkreis Bergstraße die Quartieransprüche gebäudebewohnender Fledermausarten berücksichtigt.

Dabei konnten zahlreiche Fledermausvorkommen nachgewiesen sowie bestehende Quartiere erhalten und neue Quartiermöglichkeiten geschaffen werden. Zu den nachgewiesenen Arten zählen unter anderem Zwergfledermaus, Braunes Langohr und Großes Mausohr.

Ziel der Maßnahmen war es, den Schulen langfristig geeignete Lebensstätten für Fledermäuse zu sichern.

FFH-Gebiet Schlossberg bei Heppenheim

Der Schlossberg bei Heppenheim zeichnet sich durch artenreiche Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Trockenmauern und wärmeliebende Gebüsche aus.

Im Rahmen des Pflegemanagements werden die wertvollen Lebensräume durch gezielte Mahd und extensive Beweidung erhalten und entwickelt. Begleitende Untersuchungen dokumentieren die Entwicklung charakteristischer Tier- und Pflanzenarten.

Zu den bemerkenswerten Arten des Gebiets gehören unter anderem Schlingnatter, Mauereidechse, Gottesanbeterin und die seltene Orchidee Bocksriemenzunge.

FFH-Gebiet Hinteres Bruch von Heppenheim

Das FFH-Gebiet Hinteres Bruch bei Heppenheim umfasst wertvolle Lebensräume mit Sandtrockenrasen, Schilfflächen, Bruchwald und Kleingewässern.

Ein besonderer Schwerpunkt der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen liegt auf dem Schutz des streng geschützten Kammmolchs. Durch die Neuanlage fischfreier Kleingewässer und die Entfernung nicht heimischer Fische konnten die Lebensbedingungen für diese Amphibienart deutlich verbessert werden.

Begleitende Bestandserfassungen dokumentierten einen Anstieg der Kammmolchpopulation von weniger als 50 auf über 500 Tiere innerhalb von zwei Jahren. Die Pflege der Offenlandflächen erfolgt unter anderem durch Beweidung und Mahd.